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Projekte

Unsere Forschungsprojekte befassen sich mit den Voraussetzungen, Formen und Folgen digitaler Partizipation in diversen gesellschaftlichen Kontexten: Politik, Kultur, Bildung, Unterhaltung, Wirtschaft und Gesundheit. Das Team des CDP zeichnet sich aus durch ausgewiesene Expertise in den Kommunikations- und Medienwissenschaften sowie Medienpädagogik.

 

Unsere Forschung basiert auf dem Einsatz vielfältiger geistes- und sozialwissenschaftlichen Methoden, welche dem dynamischen Forschungsgegenstand der digitalen Partizipation laufend angepasst und somit weiterentwickelt werden.


Aktuelle Projekte:

Algorithmic Accountability: Designing Governance for Responsible Digital Transformations

Das Ziel dieses Projekts ist es, eine wirtschaftsethische Perspektive zu bieten, wie soziale, kommerzielle und politische Akteure auf lokaler und globaler Ebene die Verantwortlichkeit in algorithmischen Entscheidungsprozessen sicherstellen können.


Unter Berücksichtigung des verteilten Charakters von Algorithmen, die in verschiedenen Ländern gleichzeitig generiert, betrieben und angewendet werden können, wird dieses Projekt Maßnahmen zur Rechenschaftspflicht erforschen und entwickeln, die für lokale  Gegebenheiten, wie z.B. das einzigartige regulatorische Umfeld in Norwegen und der EU, übernommen und zugeschnitten werden können.

 

Dieses Projekt wird eine Vielzahl von Methoden aus verschiedenen akademischen Disziplinen kombinieren und verschiedene Kontexte oder Sektoren miteinander vergleichen. Auf diese Weise soll das Projekt Probleme angehen, die mit der algorithmischen Undurchsichtigkeit verbunden sind, wie z.B. mangelnder Rückgriff auf die Nutzerseite, Voreingenommenheit und Diskriminierung. Zu diesem Zweck soll das  Projekt eine Untersuchung mit mehreren Methoden und Beteiligten durchführen, um ein umfassendes Rahmenwerk der Möglichkeiten, Verantwortlichkeiten und Ergebnisse der algorithmischen Entscheidungsfindung zu entwickeln.

 

Perspektiven und Einsatzmöglichkeiten digitaler Beteiligungsverfahren in der ländlichen Regionalentwicklung (DigiBeL)

Wie lassen sich Beteiligungsprozesse in ländlichen Räumen digital gestalten? Dieser Frage widmet sich das Forschungsvorhaben „Perspektiven und Einsatzmöglichkeiten digitaler Beteiligungsverfahren  in der ländlichen Regionalentwicklung“ (DigiBeL).

 

Das Institut für Ländliche Strukturforschung (IfLS) und das Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft (IfKMW) in Leipzig untersuchen, wie digitale Verfahren bei der Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern bei der Umsetzung von regionalen Entwicklungsprozessen in ländlichen Räumen genutzt bzw. wirksamer gestaltet werden können.

 

Von 2020 bis 2023 wird herausgearbeitet, wie analoge Formate mit digitalen Formaten sinnvoll und effektiv kombiniert werden können. Neben einer Online-Befragung verschiedener Akteure in ländlichen Entwicklungsprozessen geben Fallstudien in verschiedenen ländlichen Regionen Deutschlands Aufschluss über die Einflussfaktoren auf Akzeptanz und Wirkung der Nutzung digitaler Verfahren. Gemeinsam mit den Akteuren werden Best-Practice-Beispiele identifiziert und Handlungsansätze entwickelt.

 

DigiBeL ist ein Verbundprojekt des Instituts für Ländliche Strukturforschung (IfLS) an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und des Instituts für Kommunikations- und Medienwissenschaft (IfKMW) an der Universität Leipzig. Das Forschungsvorhaben wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft im Rahmen des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (BULE) gefördert.

Framing Big Data: Mediale Deutungsangebote und kommunikative Meinungsbildung zu großen Datenmengen und neuen datenbasierten Prozessen

Das Projekt untersucht, wie große Datenmengen und darauf basierende Prozesse medienkommunikativ gerahmt werden. Es rekonstruiert auf breiter Materialbasis in komparativer Perspektive das Framing von Big Data.

 

Dabei werden drei Ebenen miteinander verknüpft: Erstens werden die Frames in professionellen Kommunikationsformen mit denen in partizipativen Kommunikationsformen verglichen. Die Einflussbeziehungen zwischen diesen redaktionell-journalistisch produzierten bzw. nutzergenerierten Frames werden zweitens im Zeitverlauf nachvollzogen. Die Untersuchung dieser Prozesse erfolgt drittens im Ländervergleich von Deutschland, den USA und Südafrika.

 

Damit adressiert das Projekt drei wesentliche Leerstellen, um kulturelle Sinnstiftung im Kontext expansiver Datafizierungsvorgänge zu verstehen: Erstens erfasst es im Kommunikationsformvergleich das Repertoire an Deutungen von Big Data. Zweitens exploriert es im Zeitvergleich die dynamische Entfaltung des Diskurses über Big Data. Drittens diskutiert es im Ländervergleich die Varianz an Perspektiven auf Big Data. Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Beteiligung im Internet

Das DIVSI-Forschungsprogramm „Beteiligung im Internet" untersucht Voraussetzungen für sowie Formen und Folgen von Beteiligung im Internet. Dabei stehen die Beteiligungskontexte Wirtschaft, Bildung, Kultur und Gesundheit im Mittelpunkt.

 

Neben einem systematischen Überblick über die internationale Forschung zum Thema beleuchten Online- und Offline-Fokusgruppen, was „Beteiligung im Internet" im Alltagsverständnis der Nutzer bedeutet, in welchen Bereichen sie stattfindet und welche Aktivitäten sie umfasst.

 

Eine bevölkerungsrepräsentative Befragung analysiert und quantifiziert schließlich Formen und Auswirkungen.

 

Weitere Informationen finden Sie hier.

Onlinebeobachtung des Nutzerverhaltens im Internet

Ziel des Projekts ist die sekundengenaue Beobachtung von Nutzungsvorgängen im Internet und deren individualisierte Verknüpfung mit online erhobenen Befragungsdaten. Dies ermöglicht eine qualitativ hochwertigere Analyse der digitalen Partizipation als reine Befragungen.

 

Hierzu wurde ein Forschungstool entwickelt und der Scientific Community als Open Source Software zur Verfügung gestellt. Im nächsten Entwicklungsschritt soll das anbieterseitig implementierte Forschungstool auf nutzerseitige Softwarelösungen erweitert werden.

Ps2Share: Participation, Privacy, and Power in the Sharing Economy

Im Mittelpunkt des EU Horizon 2020 Forschungsprojekts stehen drei „P“: Participation, Privacy und Power.

 

Das Arbeitspaket „Participation“, das durch die Universität Leipzig geführt wird, befasst sich mit Voraussetzungen und Hürden einer Nutzung von Sharing-Plattformen.

 

Analysiert werden dabei sowohl Konsumenten wie auch Anbieter von Gütern und Dienstleistungen. Motive und Einstellungen werden ebenso beleuchtet, wie Plattformeigenschaften oder Auswirkungen einer Beteiligung.

 

Weitere Informationen finden Sie hier.

Multiplatform Environments and Participatory Production

Das Projekt untersucht gemeinschaftlich-partizipative Produktionspraktiken zur Konvergenz von Producer-Generated (PGC) und User-Generated Content (UGC) in deutschen Social TV-Formaten. Dabei werden interdisziplinäre Diskussionen um Modelle sowie die unterschiedlichen Formen und Funktionen von Social TV aufgearbeitet.

 

Des Weiteren werden repräsentative Beispiele mit einem „Vier-Ebenen-Analysemodell“ (institutionelle Strategien, professionelle Praktiken, Inhalt und User-Beteiligung) untersucht, um erste Einschätzungen hinsichtlich der Auswirkungen vorzunehmen.